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Worte zum Frieden – Dienstag 28. Oktober 2014 – Meister Olivier Reigen Wang-Genh


Unten die Ansprache, die Meister Wang-Genh, Vertreter der Buddhisten im Elsass, gehalten hat anlässlich des Marschs der Brüderlichkeit am 28. Oktober in Straßburg.  Dieser March war von sämtlichen elsässischen Religionsgemeinschaften veranstaltet als Zeichen der Einheit und des Optimismus für die Zukunft ! 

 



 

Ansprache von Olivier Reigen WANG-GENH


Vorsitzender der Elsässischen Buddhistischen Gemeinschaft


und

Vize-Präsident der Buddhistischen Union Frankreichs

 

Auf dem Platz der Menschenrechte, vor dem Europarat
Am 28. Oktober 2014

 

" Wir sind heute Abend versammelt, weil wir die im Elsass vertretenen Religionen sind, verschieden sowohl im Inhalt als auch in der Form. Aber was uns vereint, ist stärker als was uns unterscheidet.

Was uns vereint, ist die gleiche Energie, die gleiche Hoffnung, die gleiche Gewissheit, die gleichen Werte zu teilen.
Was uns vereint, ist der religiöse Geist, dieser Geist, der alle Religionen durchdringt und der ihre DNA ist.
Dieser Geist ist der Geist, der den Menschen dazu drängt, besser zu werden, der ihn dazu drängt, sein Bestes, sein Höchstes  zum Ausdruck zu bringen und der ihm ermöglicht, die guten Bedingungen für das sogenannte ‚Zusammenleben‘ zu schaffen...

 

Nicht nur im Wort oder als Ideal, sondern vor allem durch ein Verhalten und  Handlungen anderen Lebewesen gegenüber : dem menschlichen Leben, dem tierischen Leben oder einfach dem Leben!

Lehrmeinungen, die Hass verbreiten, die sämtliche Formen der Gewalt rechtfertigen, die auf extreme Ideologien aufgebaut sind, die  eine Wahrheit verkünden und diese den anderen durch Gewalt aufzwingen wollen, können auf keinen Fall Religionen genannt werden, und noch weniger behaupten, einer anzugehören.

Sie sind nur Ausdruck des Wahnsinns, der Unwissenheit, der Wut und der Gier.

Was die Buddhisten betrifft,  hat Buddha immer vor den extremen Reden, den ideologischen Einstellungen und der Anwendung jeglicher  Gewalt, ob  physisch, psychologisch oder geistig gewarnt, um andere von irgendeiner Wahrheit zu überzeugen.

Wenn wir zurückschauen und die jüngste Geschichte der Menschheit betrachten, sehen wir, wie Ideologien und fanatische und fundamentalistische Reden Quellen von Leiden und Zerstörungen sind.

Unsere Anwesenheit hier heute Abend ist mehr als eine Bekundung, mehr als eine Unstimmigkeit, mehr als eine Ablehnung.

Die Anwesenheit sämtlicher im Elsass vertretenen Religionen, heute Abend auf dem Platz  vor dem Europarat versammelt, diesem Denkmal der Demokratie, soll unsere ausdrückliche Mitwirkung gegen die Grausamkeit und die Rückkehr zu vergangenen Zeiten auf die lebendigste Weise beweisen.

Unsere Anwesenheit soll jedem Gläubigen und Praktizierenden unserer Religionen verkünden, dass durch die Handlungen und Verhaltensweisen jedem von uns, individuell oder gemeinsam,  die Heilmittel gegen diese Gifte,  die Menschheit durchdringen,  werden können.

Unsere Anwesenheit soll auch ausdrücken, dass wir uns dessen bewusst sind, dass diese Gifte überall vorhanden sind, in jeder unserer Religionen und dass wir gegenüber extremen Interpretationen wachsam sein müssen.

Denn die Heilmittel gegen diese Gifte, es sind die Wachsamkeit, das Wohlwollen, die Toleranz, die Gewaltlosigkeit, die Kenntnis voneinander und die tiefe Gewissheit, dass der Mensch dieses natürliche Streben in sich trägt, besser zu werden.

All diese Werte, die wir teilen und die die Medizin gegen den menschlichen Wahnsinn ist. 

Es ist auf jeden Fall der Sinn und der Ausdruck unserer Anwesenheit hier heute Abend.
Ich danke Ihnen. “