Zen meditation (EN tempo)

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Die Haltung


"Wenn jemand fragt, was das wahre Zen ist, ist es nicht notwendig, dass ihr den Mund öffnet, um es zu erklären. Zeigt alle Aspekte eurer Zazenhaltung. So wird der Frühlingswind wehen und die wunderbare Blüte des Zwetschgenbaums erblühen lassen." (Daichi Sokei 1290-1366)

Es ist wichtig, die verschiedenen Aspekte der Zazenhaltung zu verstehen, um den Körper nicht in eine Haltung strenger Unbeweglichkeit zu zwingen, die seiner natürlichen Physiologie widerspricht. In der Haltung gibt es Gleichgewicht und Entspannung in der Vertikalität.

Maître deshimaru ( 1914-1982) zazen

Die Stellung des Beckens ist entscheidend. Man muss sich mitten auf ein Zafu setzen (ein rundes Kissen, dessen Dicke von der Beweglichkeit jedes einzelnen abhängt), das Becken ist nach vorn geneigt, und durch den Kontakt der beiden Knie mit dem Boden stabilisiert sich die Wirbelsäule. Die Haltung der Beine ist die des Lotus oder des Halblotus.

Eine richtige Stellung des Beckens und die Regulierung der Dicke des Zafus ermöglichen die Aufrichtung der Wirbelsäule, ohne dass sich schädliche Spannungen im Rücken oder zwischen den Wirbeln bilden, und dass der Kopf in natürlicher Weise aufrecht ist. Die Schultern, der Brustkorb und der Bauch sind entspannt, damit sie eine freie und leichte Atmung erlauben. Die Augen sind halbgeschlossen und in einem Winkel von ca. 45° auf den Boden vor sich gerichtet.

Die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Die Finger der linken Hand liegen auf denen der rechten Hand, die Handflächen schauen nach oben und die Daumen berühren sich leicht waagrecht. Die Handkanten haben Kontakt zum Unterbauch.

Zazen haltung Lotus

Während Zazen muss die Aufmerksamkeit wachsam auf jedes Detail gerichtet bleiben, ebenso auf die Atmung. Der Geist wird so in den Körper zurückgeführt und die Einheit verwirklicht sich. Die Gedanken hören auf, sich ineinander zu verketten. Sie tauchen auf, denn das ist ihre Natur, aber wenn die Aufmerksamkeit erhalten bleibt oder auf die Haltung gelenkt wird, verschwinden sie, ohne Spuren zu hinterlassen. Natürlich und unbewusst hört der persönliche Wille auf zu handeln und ein Ziel zu suchen. Es bleibt nur der gegenwärtige Augenblick.

Es ist unmöglich, die eigene Haltung zu sehen, und es ist leicht, sich Illusionen über die eigene Praxis zu machen. Es wird dringend geraten, nicht alleine zu praktizieren, sondern in einem Dojo ("der Ort des Weges") die Ratschläge eines älteren Praktizierenden zu bekommen.