Zen meditation (EN tempo)

Dâna house

Autres centres en France

Administrateurs :

Die Samu-Praxis


SamuSamu bedeutet arbeiten zum Wohle der Gemeinschaft, ohne dabei persönliche Ziele und Interessen zu verfolgen.

Wenn man Zazen macht, macht man Zazen. Wenn man isst, isst man. Wenn man arbeitet, arbeitet man. Wenn man schläft, schläft man.

Wenn man in diesem Geist des Gyoji (die fortgesetzte Übung) praktiziert, gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Zazen, Zeremonie, Essen, auf die Toilette gehen und Samu. Wenn wir uns mit dem gesamten Körper-Geist voll und ganz der Aktivität des gegenwärtigen Augenblicks hingeben, kann unser Leben heiter, schlicht und einfach werden.

Im Kosanryumon Ji wird der gesamte Unterhalt und Betrieb des Tempels durch Samu sicher gestellt. Am Morgen und am Nachmittag sind festgelegte Zeiten für Samu vorgesehen.

SamuNach einer kurzen Zeremonie teilt der verantwortliche Mönch die anwesenden Personen für die auszuführenden Arbeiten ein. Ob man im Sekretariat hilft, in der Küche Gemüse schneidet, Toiletten putzt, Brennholz stapelt, im Garten Unkraut jätet oder ein Schuhregal baut - man tut es mit einem friedlichem Geist, ohne auszuwählen, und wendet sich einfach dem zu, was zu tun ist. 
 

Samu

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samu im Zen-Buddhismus, geschichtlicher Hintergrund...

(Ein Text von Florent Hogen)


Im frühen Buddhismus in Indien kamen die Mönche und Nonnen durch Betteln für ihren eigenen Lebenserhalt auf. Später, in China, wurden die Chan-Klöster autonomer. Damals kam das Samu auf, das man meist mit "Handarbeit" übersetzt.                                                                     
Der Zen-Meister Hyakujo Ekai (720-814) verfasste die ersten Klosterregeln, die im Zen noch heute eine Rolle spielen: im Mittelpunkt stehen das Samu und die Eigenversorgung der Gemeinschaft. Die auf Indien zurückgehende Praxis des Bettelns wurde zu Ausbildungszwecken aufrechterhalten, aber für das materielle Auskommen sorgten die Mönche nun selbst. 

"Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen" war das Motto von Hyakujo, das man noch heute in den chinesischen Tempeln lesen kann. Er selbst hielt sich streng daran. Eines Tages, er war schon alt, hatten seine Schüler sein Werkzeug versteckt, damit er sich ausruhen könne. Daraufhin weigerte er sich zu essen.                      

Im 9. Jahrhundert in China wurden die anderen buddhistischen Schulen verfolgt und ihre Tempel geplündert. Die Chan-Tempel kamen ungeschoren davon, weil sie isoliert lagen, keine Reichtümer besaßen, Landwirtschaft betrieben und dank des Samu weitestgehend selbst für ihren Lebensunterhalt aufkamen.                         

 

 

Der Geist des Samu heute                        
Samu Im japanischen Zen versorgen sich die Tempel weiterhin selbst. Das Samu ist vollkommen Teil der Praxis. Bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens bewahrt man den von Zazen (Zen-Meditation) ausgehenden konzentrierten Geist. Alles wird Praxis und es gibt keine Trennung mehr zwischen der Meditation und den anderen Aktivitäten. Die Gründung der Tempel und Dojos verdankt sich oft der Energie und dem Engagement, also dem Samu der Praktizierenden. Alle Aktivitäten dort sind Samu: die Mahlzeiten zubereiten, Gartenarbeit, Baumaßnahmen, Reparaturen, Einkäufe, Buchhaltung, Veranstaltungen organisieren usw.       
Das Samu ist das heilige Werk für die Gemeinschaft. Es wird dann eine Praxis wie Zazen oder das Kesa-Nähen (Kleidung der Ordinierten) und trägt dazu bei, den Geist des Erwachens, den altruistischen Geist hervorzurufen. Samu und Zazen sind friedvolle und bereichernde Tätigkeiten, die dem Weg einen weiteren Pflasterstein hinzufügen, für sich und für die anderen. Eine natürliche und spirituelle Freude entspringt  dieser Praxis.

Samu machen bedeutet im Haus Buddhas zu wirken.