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Zweites Kapitel


2.Kapitel: Sich befreien durch die Reue

Dank ihres grenzenlosen Mitgefühls haben die Buddhas und Patriarchen allen Lebewesen große Tore der Befreiung und des Erwachens eröffnet. Selbst wenn die karmischen Folgen unserer Handlungen sich unweigerlich in den drei Zeitperioden zeigen werden, wird der aufrichtige Akt der Reue ihre Wirkung mildern und uns Frieden verschaffen. Außerdem wird die Reue vor Buddha, das heißt vor unserem eigenen Buddha-Geist ganz natürlich unseren Glauben und unsere Entschiedenheit entfalten, indem sie einen guten Einfluss haben auf uns selbst, aber auch auf alle Wesen.

Diese Reue drückt sich so aus: "Jetzt bereue ich alle meine schlechten Handlungen, begangen seit ältesten Zeiten, aus eigener Unwissenheit, Gier und Wut, hervorgebracht von meinem Körper, meinem Mund und meinem Geist" (Sangemon).


Bereuen wir mit dieser Geisteshaltung, erhalten wir die unsichtbare Hilfe der Buddhas und die Kraft aus dieser Reue wird unsere schlechten Handlungen an der Quelle reinigen.
Meister Dogen spricht über die Bedeutung der Reue in den Kapiteln "Kesa Kudoku", "Sanji Go" und "Keisei Sanshoku" des Shobogenzo.
Diese Reue betrifft natürlich das aufrichtige Bedauern dieser oder jener schädlichen Handlungen, die wir in einem bestimmten Moment getan haben, aber es betrifft auf eine viel tiefere Art und Weise alle unzähligen karmischen Taten, die wir täglich, ohne uns dessen bewusst zu sein, tun. Traditionellerweise machen die Mönche Ryaku Fusatsu, die Reuezeremonie, jeden Tag, jede Woche oder je nach Ort jeden Monat. Bei dieser Zeremonie macht man viel sanpai und man rezitiert mehrere Sutras: das Sangemon natürlich, Shorai: die sieben Formen Buddhas, die den unfassbaren Charakter vergangener Handlungen ausdrücken, das Shiguseiganmon: die vier Gelübde des Bodhisattva und das Sankiraimon: Zuflucht nehmen zu den drei Schätzen. In diesem Sinn ist die aufrichtige Reue auf natürliche Weise die Quelle des religiösen Geistes.